Armuts- und Hungerbekämpfung in Indien durch Natural Farming

Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr im Herrenhaus

Indien ist ein Land der Kontraste. Sie ist mit mehr als 1,4 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt, zehnmal so groß wie Deutschland und hat eine Jahrtausende alte Kultur. Hier gibt es Wüsten, Regenwald, hohe Berge, riesige Städte und eine Jahrtausende alte Kultur. Es ist ein Land im Aufstreben, ihre Armut zu bekämpfen und eine Weltmacht zu werden. So vielfältig das Land ist, so ist es auch die Landwirtschaft und die Küche in Indien.

Die indische Landwirtschaft wird stark von Kleinbauern geprägt. Rund 85 Prozent der Betriebe bewirtschaften weniger als zwei Hektar Land. Viele dieser Bauern leben in Armut oder sind armutsgefährdet, da ihre Einkommen niedrig sind und sie stark vom Monsun, schwankenden Erträgen und unsicheren Marktpreisen abhängen. Trotz dieser schwierigen Bedingungen produzieren sie einen großen Teil der Nahrungsmittel des Landes.

Ein Bundesstaat ist Andhra Pradesh, im Osten des Landes am Indischen Ozean. Es ist halb so groß wie Deutschland und hat rund 60 Millionen Einwohner. In der sehr kleinstrukturierten Landwirtschaft werden vor allem Reis und Weizen als Grundnahrungsmittel, aber auch Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen, Ölsaaten, Baumwolle, Zuckerrohr. sowie zunehmend auch Obst und Gemüse angebaut. Trotz eigentlich guten Anbaubedingungen gibt es besonders in diesem Bundesstaat viel Armut und Hunger auf dem Land. Dieses liegt an den sehr vielen kleinen Betrieben, im Schnitt nicht größer als einen Hektar, von der eine Familie leben muss. Die Produktionsverfahren sind sehr einfach, die Erträge niedrig und die Lagerung häufig durch Schädlinge und Verderben geprägt. Der Klimawandel und zunehmende Extremwetter gefährden die Landwirtschaft zunehmend, besonders durch Wassermangel und Dürren. Die Suizidrate in der Landwirtschaft ist hier besonders hoch.

Natural Farming ist eine Methode, die Landwirtschaft produktiver und nachhaltiger zu machen. In einem Forschungsprojekt werden die von Kleinbauern entwickelten Methoden bewertet und erfolgreiche Verfahren auf andere Betriebe ausgeweitet.

Prof. Dr. Gerold Rahmann, der seit 2020 vor Ort hilft, ein wissenschaftliches Forschungszentrum aufzubauen, welche Methoden funktionieren und warum. 

Dazu wird es einen leckeren kleinen indischen Imbiss mit Masala Dosa geben (wird mit den Fingern gegessen, also Hände waschen :-) .

Max. 30 Teilnehmende

Der Eintritt ist frei. 

Eine Anmeldung ist wegen den Vorbereitungen für das Essen hilfreich. Dieses kann online unter www.trenthorst.de, als email an foelt@thuenen.de oder einfach per Telefon 04539 8880 215. Wer unangemeldet kommt, ist herzlichst eingeladen, bekommt aber nichts zu essen.

Masala Dosa Rezept
Masala Dosa Rezept.pdf (4.88MB)
Masala Dosa Rezept
Masala Dosa Rezept.pdf (4.88MB)


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